3 Themen, eine Partei: AfD

Die Alternative für Deutschland konnte in der letzten Woche beinahe ihren ersten eigenen Bürgermeister stellen. Sie sind mittlerweile auch in jedem Landtag vertreten, auf Bundesebene sowieso. Für welche 3 Themen sie vor allem stehen und womit sie gerade im Osten punkten wollen, erfahrt ihr jetzt.

(1) Migrationspolitik

Via Slogan „Afrika kann nicht in Europa gerettet werden“ warnt die AfD, dass durch zu starke Migration folgende Generationen unser Deutschland nicht mehr als ein solches wiedererkennen könnten. Besonders weist die Partei darauf hin, dass insbesondere afrikanische Männer bereit wären, ihr Land zu verlassen. Bis 2050 seien dies angeblich 950 Millionen Menschen. Daher will die AfD die Schutz- und Asylgarantien aus dem Grundgesetz streichen. Lösungen aus ihrer Sicht werden nicht konkret erwähnt.

Das Kerthema der AfD: Migration

Nach dem Motto „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“ spricht die Alternative für Deutschland des Weiteren im gleichen Kontext von einem Islam, „der unsere Rechtsordnung nicht respektiert und sogar bekämpft […]“ (Quelle: Wahlprogramm der AfD). Zwar weist die Partei darauf hin, dass die meisten Deutschen muslimischen Glaubens keine Gewalt ausüben würden, trotzdem möchte man verhindern, dass Untergruppen sich weiter verbreiten und nach der Scharia leben würden. Auch hier legt die AfD keine Lösung vor, sondern beschreibt einen Zustand.

(2) Europapolitik

Bei der Europapolitik stößt die Partei auf Kontroversen. Zwar behauptet die AfD, dass eine Mitgliedschaft in der Eurozone unabdingbar sei, gleichzeitig wollen sie die Mitgliedschaft in der Europäischen Union aufkündigen, da Deutschland für zu viele Schulden anderer Länder aufkäme.

Am liebsten bald wieder alleine in Europa: Dexit

Ebenso setzt sich die Partei für einen dauerhaften Erhalt des Bargelds ein. Rechtzeitige Vorkehrungen für eine eigene Währung hält die Partei für eine Notwendigkeit.

(3) Familienpolitik

In der Familienpolitik setzt die AfD auf ein sehr konservatives Weltbild

Familien zu fördern ist für die Alternative für Deutschland eine wichtige Sache, da sie dadurch gegen den Bevölkerungsschwund vorgehen will. Das klassische Familienbild von Mann und Frau ist für die Partei das einzig richtige. Damit werden von der Partei explizit alleinerziehende und gleichgeschlechtliche Eltern von der Förderung ausgenommen. Die AfD stellt sich auch gegen das dritte Geschlecht aus und spricht hierbei von „Geschlechtspolarität“. Außerdem möchte die Alternative für Deutschland gerade den Vater fördern, da gerade Väter bei getrennt lebenden Paaren leiden würden.

Zwischen den Zeilen: Tiefgründig rassistisch

Bei der Recherche dieses Artikels auf der Website der AfD musste ich mir das eine oder andere Mal die Augen reiben. Ich wusste bereits davor, dass die Partei durch rassistisches und sexistisches Verhalten in der Vergangenheit aufgefallen war. Aber was ich nun in den drei Punkten zusammenfasste, verschlug mir einmal mehr den Atem.

Die AfD hat es sich zur Aufgabe gemacht, Ängste zu schüren, gerade für die Zukunft. Die Zahlen angeblicher Migrantenströme haben nichts anderes vor. Das Jahr 2050 ist kein Zufall, betont doch gleichzeitig die Partei, dass man Deutschland davor „bewahren möchte, dass es noch als Deutschland für nächste Generationen“ zu erkennen sei. Der nächsten Generation hilft man aber nicht, indem man Ausgrenzung fördert, sondern indem man an Lösungen für die kommenden Generationen arbeitet!

Diese sieht die Alternative für Deutschland in Abschottung. Europa abschotten, damit niemand mehr rein kommt. Deutschland abschotten, weil wir zu viel Geld an andere Länder gezahlt hätten (die Verdienste der EU wie 70 Jahre Frieden werden nicht beachtet). Eine eigene Währung, damit wir nicht von anderen abhängig sind. Minderheiten wie Homosexuelle oder Muslime ausgrenzen. Dieses Bild hört sich für mich nicht nach einer Welt an, in der ich mir sicher bin, dass meine Kinder eine gute Zukunft haben werden.

Aber die AfD hat dann irgendwie doch Recht. Ich erkenne Deutschland mit derartigen Visionen tatsächlich wieder als Deutschland. Als ein Deutschland, das vor 86 Jahren zu Nazideutschland wurde.

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