3 Themen, eine Partei – Ein Rückblick

Die Untersuchungen der Parteien haben gewisse Zielgruppen und auch ideologische Absichten dargelegt. Eine Zusammenfassung.

Alle besprochenen Parteien sind hier vertreten: Der Bundestag.

Fokussiertes Thema

Gerade in der unterschiedlichen Fokussierung auf verschiedene Themen können unterschiedliche Schwerpunkte festgemacht werden. Die tabellarische Konstellation sieht daraufhin folgendermaßen aus:

  • Partei: Schwerpunkt A (& Schwerpunkt B)
  • CDU: Sicherheitspolitik & Wirtschaftspolitik
  • SPD: Sozialpolitik
  • AfD: Migrationspolitik
  • Die Grünen: Umweltpolitik
  • FDP: Netzpolitik & Wirtschaftspolitik
  • Die Linke: Sozialpolitik

Anhand dieses einen Themas lässt sich sofort feststellen: SPD und Linke haben grunsätzlich gleiche Interessen. Sie wollen den Sozialstaat ausweiten und Arbeitnehmerrechte verstärken. Daher können sie beide dem linken Parteienspektrum zugeteilt werden. Angemerkt sei hier, dass man die SPD aufgrund ihrer gemäßigten Forderungen bei weitem nicht so links wie die Linkspartei sieht.

Auch die AfD und die CDU kann man prinzipiell dem rechten Parteienspektrum zuordnen. Die Alternative für Deutschland nimmt hierbei, wie die Linke auf der linken Seite, den deutlich extremeren Part ein, wie aus meinem Artikel bereits hervorging.

Die FDP und die Grünen setzen zunächst auf ein Thema, das erstmal weder links noch rechts zu sein scheint. Erst durch die radikalen Forderungen in der Umweltpolitik, u.a. die starke Einlenkung des Staates auch in das private Leben der Bürgerinnen und Bürger, zeigen linksorientierte Tendenzen. Bei den Liberalen ist bei der Digitalisierung auch die Förderung von Startups, also wirtschafltiche Interessen, im Vordergrund. Daher tendiert sie eher gegen rechts als gen links.

Das Klientel

Zwar gibt es keine Wahl mehr, bei der Arbeitende immer Arbeiterparteien und Kapitalistinnen und Kapitalisten immer Kapitalparteien wählen. Dennoch ist meines Erachtens klar erkennbar, welche Zielgruppe bevorzugt wird, indem die jeweilige Partei durch ihren Fokus auf bestimmte Themen bestimmte Gruppen erreichen möchte.

  • Partei: Mögliche Personengruppen
  • CDU: Arbeitgebende, Arbeitnehmende
  • SPD: Arbeitnehmende
  • AfD: Menschen, die Existenzängste haben
  • Die Grünen: Städter, Umweltbewusste, junge Menschen
  • FDP: Arbeitgebende, Arbeitsnehmende, junge Menschen
  • Die Linke: Rentnerinnen und Rentner, arme Menschen

Das Programm der CDU lässt Zugang zu einer recht breiten Wählerschaft. Das Argument der Sicherheit und einer intakten Wirtschaft können neben Arbeitnehmenden auch Arbeitgebenden unterschreiben. Der jetzige Koaltionspartner SPD konzentriert sich aufgrund des umfangreichen Interesses an sozialen Reformen vor allem auf die Bedürfnisse der Arbeitnehmenden. Die AfD lässt sich nicht so leicht in eine klassische Personengruppe einordnen. Dennoch sind es wohl gerade diejenigen, die sich von der Gesellschaft abgehängt fühlen und ein offenes Ohr für mögliche Existenzängste haben, die mit der Alternative für Deutschland sympthasieren.

Die Grünen können sich gerade in Städten großer Beliebtheit erfreuen, ebenso bei Umweltbewussten, was gerade junge Menschen betrifft. Ebenso konnte die FDP erfreuliche Zugewinne bei jungen Wählerinnen und Wählern machen, auch wenn sie nicht an die Zahlen der Grünen anknüpfen. Der liberale Gedanke findet weiterhin, gerade in wirtschaftlichen Berufen (Arbeitgebende), große Begeisterung – aufgrund der Forderungen wie der Abschaffung des Solis. Dennoch liegt das Thema Digitalisierung auch der Mittelschicht (Arbeitnehmende) am Herzen, weshalb grundsätzlich eine breitere Wählerschaft vorhanden ist. Die Linken wiederum können durch ihre Forderungen in der Sozialpolitik gerade Ärmere und Schwache begeistern, die am meisten von solchen Reformen profitieren würden.

Parteienlandschaft – viel Bewegung möglich

Wie meine Analyse gezeigt hat, kann man Parteien nicht nur auf bestimmte Grundausrichtungen/Kernpunkte zusammenfassen, sondern auch einer gewissen Zielgruppe zuordnen. Hierbei lassen sich meines Erachtens drei verschiedene Parteitypen ausfindig machen.

(1) Ein-Klientelpartei: Eine Partei, die grundsätzlich sehr ideologisch auf eine Personengruppe abzielt und die Politik nach deren Ansichten formt (Linke, AfD).

(2) Volkspartei: Eine Partei, die versucht, eine möglichst große Bevölkerungsgruppe zu erreichen, indem sie den Schwerpunkt auf Dinge legt, die viele Bürger betreffen (SPD, CDU/CSU).

(3) Polarisierende Partei: Eine Partei, die anhand ihrer Themen viele Bürgerinnen und Bürger erreichen könnte, aber auch aufgrund ihrer Ideologie (kein srarkes Abweichen von ihrer Meinung) von dem Interesse der Medien/Gesellschaft abhängig ist (Die Grünen, FDP).

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