„Der eine Deal zu viel“ – Die Ukraine-Affäre um Trump

Donald Trump konnte in seiner Amtszeit als US-Präsident in jedes Fettnäpfchen tretten, egal wie groß und wie gravierend. Doch jetzt scheint ihn ein Telefonat einzuholen, das ernste Konsequenzen für ihn haben könnte.

US-Präsident Donald Trump bei einer Rede. Quelle: pixabay.com

Der 45. Präsident der Vereinigten Staaten ist wahrlich keiner, der durch seine Besonnenheit versucht die Spaltung der amerikanischen Gesellschaft zu verhindern. Durch simple und teils plumpe Botschaften teilt er seit dessen Amtsantritt per Twitternachrichten seine Sicht der Dinge der Welt mit. Falls Trump angegangen wurde, sei es wegen frauenverachtenden Aussagen oder Verbreitung von plumpen Lügen, flüchtete dieser sich stets in die Opferrolle. Jene Rolle, die nun mal gerne Populisten in diesen Zeiten annehmen, um ihre nationalistischen Programmen gegen Pressefreiheit oder Minderheitsrechten einzutauschen.

Es wäre wohl ein skurriles Ende, wie es seit Anbeginn seine Erscheinung auf der Politikbühne war.

Auch in der jetzigen Ukraine-Affäre sieht Trump sich wieder als Opfer und bezeichnet das im Raum stehenden Amtsenthebungsverfahren der Demokraten als „Putsch“ und „Angriff auf alle Amerikaner“. Doch was war genau passiert?

Am 24. September kam ein Bericht in die Medien, in dem ein Geheimdienstmitarbeiter eine Whistleblower-Beschwerde wegen eines Telefonats zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj einlegte. Die Mitschrift des Telefonats deckt auf, dass der US-Präsident seinem Amtskollegen nahe legt gegen den Demokraten Joe Biden (Biden könnte ein potentieller Gegenkandidat 2020 werden) belastendes Material zu besorgen. Die Folgen sind nun ein mittelschweres Beben in der amerikanischen Politik und könnte tatsächlich zu einem berechtigtem Amtsenthebungsverfahren führen. Aber wird es tatsächlich dazu kommen?

Spaltet die amerikanische Gesellschaft wie kaum ein anderer: Donald Trump. Quelle: pixabay.com

Für Außenstehende ist diese Situation fast schon so ironisch wie unterhaltsam, wäre die USA nicht der mächtigste Partner in der westlichen Allianz. Und ein Präsident, der von einem „Skandal“ in den nächsten eilt, der seit jeher Tabus bricht und die europäischen Partner mehr denn je in Frage stellt, scheitert er wirklich an einem veröffentlichtem Telefongespräch? Es wäre wohl ein skurriles Ende, wie es seit Anbeginn seine Erscheinung auf der Politikbühne war.

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